"Es gibt einen Platz, den du füllen musst, den sonst keiner füllen kann - und es gibt etwas für dich zu tun, das sonst niemand tun kann." 

Platon

 

Das ist das Motto, nach dem ich arbeite. Mir ist es wichtig, meinen Platz gut auszufüllen, und transparent zu machen, welche Tätigkeiten, Gedanken und Ideen mich gerade beschäftigen. Deshalb erfahren Sie hier von Zeit zu Zeit Neues aus meiner Arbeit. Ich stelle aktuelle Projekte, Reisen, Vorträge, Ausstellungen und Veröffentlichungen vor. Wenn Sie ständig auf dem Laufenden bleiben wollen, empfehle ich Ihnen, meinen Newsletter zu abonnieren. Bitte schreiben Sie mir dazu eine E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, dann nehme ich Sie gern in den Verteiler auf!


Freitag, 20. Mai 2022

Spende für Pilgerherberge auf dem Hutberg Kamenz

Im vergangenen Jahr habe ich für die Pilgerherberge auf dem Hutberg Kamenz gespendet. Der Grund dafür war, dass es dort bisher keine zeitgemäßen sanitären Einrichtungen, sondern nur ein "Plumpsklo" gab. Die Pilgerin Kerstin Boden aus Kamenz hat dazu eine Spendenaktion ins Leben gerufen, bei der sie den daneben stehenden Hutbergturm mit mehr als 6000 gestrickten Quadraten eingehüllt hat. So etwas gibt es nicht alle Tage! Ich finde es wichtig, dass man als Pilger die Infrastruktur nicht nur nutzt, sondern ab und zu auch etwas zu ihrer Erhaltung oder Verbesserung beiträgt. Auf dem Kamenzer Hutberg können sich die Pilger nun über eine moderne Toilette und Dusche freuen. Ich selbst bin mit anderen großzügigen Menschen als einer der Spender auf der Spendentafel gelandet.

(c) Fotos: Kerstin Boden, Kamenz

 


Freitag, 13. Mai 2022

Erste Pilgertour Görlitz-Königsbrück beendet

Auf der Homepage neigt man vielleicht manchmal zur übertrieben positiven Darstellung der eigenen Aktivitäten, aber diesmal ist es bestimmt keine Übertreibung, wenn ich sage, dass die erste geführte Pilgertour dieses Jahres durch eine traumhaft schöne Frühlingslandschaft führte. Bei fast schon hochsommerlich warmem Wetter starteten wir am Montag in Görlitz und kamen abends einigermaßen geschafft in Arnsdorf an. Der erste Tag ist immer eine ganz schöne Herausforderung, sind doch "aus der Kalten" nachmittags gleich mal 19 Kilometer zu bewältigen. Doch die an allen Ecken blühende und grünende Natur entschädigte uns vollauf für die Anstrengungen. An den nächsten beiden Tagen standen jeweils 25 Kilometer auf dem Programm, was angesichts von einigem Auf und Ab in den Oberlausitzer Bergen für manche Schweißperlen auf der Stirn sorgte. Ich staune immer wieder, wie ganz normale Menschen an ihre Grenzen gehen und sie Stück für Stück verschieben, und so war es auch diesmal. Die fünf Damen waren sehr harmonisch, schritten frohgemut einher und ließen sich die Strapazen nicht anmerken. Zur Belohnung wurde abends gemeinsam lecker gekocht, und auch die interessanten Gespräche mit den verschiedenen Herbergseltern waren Balsam für die Seele. Wer denkt, dass ich selbst angesichts früherer langer Pilgerwege diese Touren "mit links" mache, der irrt übrigens. Auch ich muss mich erst wieder an den Rhythmus des Gehens und an die körperliche Belastung gewöhnen. Doch merke ich schon auf den ersten Etappen immer, dass der "Steppenmodus", in den sich Körper und Geist recht schnell begeben, etwas ganz Natürliches ist und mir gut tut. Ich hoffe, dass es meinen Mitpilgerinnen genauso ging. Der unmittelbare Kontakt zur Natur, die fröhliche Geselligkeit, die Kultur am Wegesrand, die kleinen zufälligen Begegnungen mit Menschen und das befriedigende Ankommen nach stundenlangem Laufen haben für mich auch nach zehn Jahren Pilgerei und tausenden Kilometern nichts von ihrem Reiz verloren.

 

 


Sonntag, 24. April 2022

3. und letzter Schnupper-Pilgertag: Wurzen-Leipzig

Der letzte Schnupper-Pilgertag dieses Frühjahrs führte uns heute von Wurzen an den Stadtrand von Leipzig. Nach einem kurzen Besuch im Dom und der Einstimmung mit zwei Gedichten des berühmten Wurzener Dichters Joachim Ringelnatz ging es auf die landschaftlich reizvolle Strecke an der Mulde entlang, hinaus aus der Stadt. Das Wetter zeigte sich diesmal bedeckt und nicht so warm, was optimale Bedingungen zum Laufen waren. Die erste Rast machten wir in Nepperwitz, wo uns ein freundlicher Herr die hübsche Dorfkirche aufschloss, in der ein bemerkenswerter Altar des Künstlers Michael Fischer-Art neben alten Malereien aus früheren Jahrhunderten steht. Ein unübersehbarer Kontrast, den man so in kaum einer anderen Kirche findet. Mit einem kleinen Abstecher erkundeten wir den Schlosspark Machern, ehe es wieder hinaus auf Feld und Flur in Richtung Leipzig ging. Im Dunst des frühen Nachmittags war schon die Silhouette der Stadt mit Uniriesen und Völkerschlachtdenkmal zu erkennen. Ganz bis Leipzig hinein pilgerten wir allerdings nicht, da dies über die schon ganz beachtlichen 20 Kilometer des Tages hinaus weitere 10 bis 15 Kilometer erfordert hätte und die Strecke an der B6 entlang außerdem nicht sonderlich attraktiv ist. Da es sich am Nachmittag auch zunehmend einnieselte, kürzten wir die Etappe leicht ab und stiegen in Gerichshain in die S-Bahn, die uns wieder nach Wurzen brachte, von wo wir die Rückreise antraten. Damit gehen für dieses Jahr interessante und abwechslungsreiche Schnupper-Pilgertage zu Ende, die dem einen oder der anderen sicher ein gutes Gefühl dafür gegeben haben, was sie auf einer "richtigen" Pilgerreise erwartet. Vielleicht haben die Pilgertage ja auch schöne Erinnerungen an vergangene Pilgerreisen ausgelöst bzw. Lust auf eine eigene oder geführte Pilgertour gemacht? Auf jeden Fall danke ich allen Mitpilgern und -pilgerinnen sehr herzlich für ihre nette Gesellschaft und wünsche allen im besten Pilgersinne einen guten Weg - "buen Camino"!

 

 


Ostersonntag, 17. April 2022

2. Schnupper-Pilgertag: Dahlen-Wurzen

Heute fand der zweite Pilgertag in diesem Jahr statt. Bei strahlendem Sonnenschein wurde der Tag zu einem wahren Osterspaziergang. Wir ließen uns viel Zeit für Entdeckungen am Wegesrand und erkundeten zum Beispiel Schloß Dahlen, die kleine Dorfkirche Kirche Körlitz und am Ende der Etappe auch den Wurzener Dom mit seiner markanten Innenausstattung. Wenngleich auf der Strecke diesmal auch allerhand Asphalt im Spiel war, bietet der Ökumenische Pilgerweg doch immer wieder stille und naturnahe Wege, auf denen man die Gedanken schweifen lassen kann. Auch der Austausch zwischen den Pilgern tat gut, so dass wir nach einem erfüllten Tag zufrieden nach Hause fuhren. Nun steht am kommenden Sonntag noch der letzte Pilgertag für dieses Jahr an, ehe es im Mai auf die mehrtägigen Touren geht.

 


10. April 2022

Reportage über Astrid Sonntag von Muldental TV erschienen

Manchmal sind es kleine Zufälle, die die Inspiration für eine neue Geschichte ergeben. Bei einem Zeitungstermin in Grimma tauchte ganz am Schluss eine Frau auf, die seit Beginn der Corona-Zeit im Kirchspiel Muldental Videos über die Kirchen der Umgebung dreht. Begeistert erzählte sie von ihrer Arbeit für kirchliche Auftraggeber beim Regionalsender Muldental TV. Da im Hauptartikel kein Platz mehr für eine längere Würdigung ihrer Arbeit war, habe ich mich entschlossen, eine separate Reportage über sie zu schreiben. Astrid Sonntag ist seit zwei Jahren mit der Filmkamera rund um Grimma unterwegs und hat in unermüdlicher Arbeit das kirchliche Leben ihrer Heimatstadt porträtiert. In ihren Reportagen kommen Menschen zu Wort, die die Kirchen erhalten und beleben. Die filmischen Beiträge werden nicht nur von Kirchgemeindemitgliedern und Kirchenmitarbeitern geschätzt, sondern bereichern auch ihr eigenes Leben, erzählte sie mir. Hier mein Artikel über sie, der in der Zeitung "Der Sonntag", Ausgabe 15/2022 erschienen ist:

 

 


10. April 2022

Saisoneröffnung mit 1. Schnupper-Pilgertag: Strehla-Dahlen

Klassisches Aprilwetter mit Sonne, Regen, Wind und Frühlingsgraupel begleitete heute die Eröffnung der Pilgersaison. Ein Pilgertag von Strehla nach Dahlen stand auf dem Programm. Einige wagemutige Pilgerinnen und Pilger ließen sich von der durchwachsenen Wettervorhersage nicht abschrecken und liefen frohgemut aus Strehla hinaus zum Liebschützberg, wo nach sieben Kilometern eine erste Essens- und Regenpause fällig war. Warme und wetterfeste Kleidung war gefragt, als uns der erste Graupelschauer auf dem Abschnitt nach Lampertswalde erwischte. Zum Glück hatte das Burgcafé geöffnet, wo wir uns bei Kaffee und Kuchen aufwärmten. Auf den letzten Kilometern bis nach Dahlen zeigte sich sogar die Sonne mit blauem Himmel - es hätte also wesentlich schlimmer kommen können. Nur die harten Pilger kommen eben in den Garten! In der netten Gruppe entwickelte sich ein reger Austausch zwischen "alten Hasen" und "Pilgerneulingen", die demnächst vielleicht auf größere Tour gehen. Genau dafür sind die Pilgertage gedacht - Informieren, Schauen und Probieren! Nächsten Sonntag geht es dann von Dahlen nach Wurzen, und Anfang Mai beginnen die fünftägigen geführten Pilgerreisen mit einer Einsteigertour von Görlitz nach Königsbrück. Hier ein paar Eindrücke vom heutigen Tag:

 


01. März 2022

Artikel über Christiane Schlüssel vom "Zipfelhaus" erschienen

In der Zeitung der evangelischen Landeskriche in Sachsen, "Der Sonntag", ist eine Reportage von mir erschienen, die mir ganz besondere Freude gemacht hat. Und zwar besuchte ich im vergangenen Jahr Christiane Schlüssel, die Inhaberin der sogenannten "Zipfelhaus-Werkstatt", in Auerbach/Erzgebirge. Frau Schlüssel fertigt kunstvolle Bilder aus filigranen Blüten und macht daraus Bücher, Kalender, Karten und Leporellos. Schon immer hat mich fasziniert, was Menschen mit ihrer Hände Arbeit aus den unterschiedlichsten Materialien in der Lage sind herzustellen. Christiane Schlüssel übt sicher das außergewöhnlichste Kunsthandwerk aus, das mir bisher begegnet ist. Gleichzeitig ist sie für mich ein sehr gutes Beispiel für ein selbst geschaffenes, gelungenes Leben. Ich habe selten einen Menschen getroffen, der mehr in sich ruhte und so viel Glück und Zufriedenheit ausstrahlte. Der Artikel reiht sich auf schöne Weise ein in die Anfangszeit meiner journalistischen Tätigkeit, als ich in den Jahren 2009-2011 für das Magazin "Liebes Land" mehrere Reportagen über altes Handwerk fotografierte.

 

 


14. Februar 2022

Digitalisierung des künstlerischen Archivs von Christoph Trommer

 

 

In der vergangenen Woche hatte ich einen sehr interessanten Auftrag zu erledigen. Beim Meißner Porzellanmaler Christoph Trommer habe ich einen Teil seines künstlerischen Archivs digitalisiert. Knapp 100 Ölgemälde durfte ich fotografieren und nachbearbeiten, so dass sie für Internet, Reproduktionen und allgemein für die Öffentlichkeit zur Verfügung stehen. Dabei spannte sich der thematische Bogen über 50 Jahre Schaffenszeit von frühen heimatlichen Ansichten im Meißner Land Anfang der 1970-er Jahre über Aktbilder und Gemälde zum Thema Zirkus bis hin zu Malerei, die auf Reisen in Frankreich und Italien entstanden ist. Durch die Gesamtschau der Arbeiten wurde auch die künstlerische Handschrift von Christoph Trommer sichtbar, die sich meiner Auffassung nach von farblich eher zurückhaltender Gestaltung hin zu intensiven Farben und Kontrasten in den jüngeren Gemälden entwickelt hat. Das ist sicher nicht zuletzt den neuen Reisezielen in Südeuropa zu verdanken, die sich nach der Wende 1989/90 eröffnet haben. Ein bemerkenswertes Oeuvre, das umso beachtlicher ist, als dass es vollständig neben der ausfüllenden Arbeit als Porzellanmaler entstanden ist. Für mich war es eine schöne Aufgabe, die sich mir nicht aller Tage bietet, und die ich gerne ausgeführt habe. Vielleicht gibt es eines Tages davon eine Fortsetzung mit dem umfangreichen grafischen Werk von Christoph Trommer, das noch in den Regalen schlummert. Hier einige Eindrücke aus seinem Schaffen:

 

 


27. Januar 2022

Erste Filmrezension im KREUZER Leipzig erschienen

Seit vielen Jahren bin ich Abonnent des KREUZER, eines in meinen Augen sehr gut gemachten und journalistisch engagierten Stadtmagazins in Leipzig, das sich auch als alternative Gegenöffentlichkeit zu den etablierten Presseorganen versteht. Nun habe ich zum ersten Mal für diese Zeitschrift geschrieben. Mit einer Filmrezension, die zusammen mit dem leitenden Filmredakteur Lars Tunçay entstanden ist, habe ich mich auf journalistisches Neuland gewagt. Anlass war der Film "Kein richtig falsches Leben" von Michael Würfel, eine Dokumentation über das Ökodorf Sieben Linden in der Altmark. Das Ökodorf besteht seit 25 Jahren und versucht, ein Leben in ökologischer Gemeinschaft zu bieten, das Umwelt udn Natur weniger stark in Anspruch nimmt. In der Dokumentation wird die Idee und das Leben der Bewohner auf spannende Weise porträtiert. Hier geht es zum Film: http://keinrichtigfalschesleben.de Und hier steht die Rezension:

 

Inhaltsverzeichnis des KREUZER 02/2022:

 

Rezension im KREUZER 02/2022, Seite 42:

 

 


10. Januar 2022

Fotoexkursion in ehemaligen Tagebau Phönix-Nord

Heute gab es den ersten interessanten Fotoausflug des neuen Jahres. Ein Freund aus dem Südharz lud mich ein, ihn in den stillgelegten Tagebau Phönix-Nord bei Meuselwitz/Falkenhain südlich von Leipzig zu begleiten. Der Tagebau wurde 1969 aufgegeben, dann verfüllt und als Naturschutzgebiet angelegt. Dieses erstreckt sich über drei Bundesländer (Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen) auf ca. 170 Hektar. Heckrinder, eine Tauruskuh, Wasserbüffel und Exmooreponys beweiden naturnah die Fläche und sorgen damit für deren Offenhaltung, so dass die Landschaft nicht wieder bewaldet wird. Das wiederum hat eine positive Auswirkung auf die Artenvielfalt. Auf schlammigen Wegen suchten wir die Heckrinder, die leicht zu finden waren, da sie von Simon Rockstroh von der Naturforschenden Gesellschaft Altenburg e.V. (diese betreut das Gelände) mit einem Leckstein angelockt wurden. Etwas schwieriger gestaltete es sich schon, die Exmooreponys aufzuspüren. Schließlich fanden wir sie im Unterholz versteckt. Die Wasserbüffel ließen sich leider nicht blicken. Im Sommer kann man sie leichter sehen, da sie regelmäßig die großen Wasserstellen aufsuchen. Eine spannende Exkursion, die ich so nicht alle Tage habe. Hier ein paar Fotos davon:

 


01. Januar 2022

Neues Angebot: Gestaltung von Foto-Lebensbüchern

Das Jahr 2022 hat begonnen, und ich gehe gleich mit einem neuen Projekt an den Start. Ab sofort biete ich die Gestaltung von sogenannten Foto-Lebensbüchern an. Damit kann man sich seinen eigenen Lebensrückblick erstellen lassen bzw. an wichtigen Lebensstationen Bilanz ziehen. Ein Foto-Lebensbuch braucht sehr viel Sorgfalt, Planung und Zeit, damit das Leben rückblickend in einer sinnhaften Geschichte erzählt werden kann. Meine langjährige Erfahrung als Fotograf und Gestalter und meine Kompetenz als Historiker erlauben es mir, aus jedem Lebensrückblick ein kleines Kunstwerk zu machen. Aber schauen Sie selbst:

» Hier finden Sie weitere Informationen (bitte klicken)